Innenstaatssekretär Erben überreicht Urkunde
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Innenstaatssekretär Rüdiger Erben wird am
Mittwoch, 29. Oktober 2008, 11.30 Uhr,
Kloster Memleben, Thomas-Müntzer-Straße 48,
06422 Memleben,
der "Stiftung Kloster und Kaiserpfalz Memleben" (Burgenlandkreis) die Anerkennungsurkunde überreichen. Durch die Anerkennung erlangt die Stiftung Rechtsfähigkeit und ist damit die 209. Stiftung bürgerlichen Rechts in Sachsen-Anhalt.
Hintergrundinformation
Die Kaiserpfalz und das Kloster Memleben blicken auf eine außerordentlich lange und wechselvolle Geschichte zurück.
Bereits Heinrich I. hatte den Ort zu seiner Lieblingspfalz erkoren, auch sein Sohn Otto hielt sich hier häufig auf. Beide sind in Memleben verstorben. Wenige Jahre nach dem Tod Otto I. wurde durch seinen Sohn Otto II. hier ein Reichskloster gegründet. Seit dem 11. Jahrhundert besaß das Kloster nur noch regionale Bedeutung. Im Jahre 1525 wurde es durch aufständische Bauern geplündert, in der Mitte des 16. Jahrhunderts der neuen Landesschule Pforte übertragen. Verschiedene Umnutzungen und bauliche Eingriffe veränderten die Liegenschaft in der Folgezeit erheblich. Schließlich zog hier nach 1945 ein Volkseigenes Gut ein.
Nach 1990 haben die Gemeinde Memleben sowie der Verein des Klosters und der Kaiserpfalz Memleben e. V. den baulichen Ruin der Anlage verhindert, die Anlage für die Öffentlichkeit zugänglich gehalten, Ausstellungen erarbeitet und Veranstaltungen durchgeführt.
Das Land hat diese Bemühungen allein in den Jahren 2000 bis 2007 in einem Umfang von über 500.000 Euro unterstützt.
Für die zukünftigen Aufgaben boten aber weder die Kommune noch der Verein die notwendigen Voraussetzungen. Deshalb wird die gesamte Liegenschaft einer neuer juristischen Person übertragen, der "Stiftung Kloster und Kaiserpfalz Memleben". Mit Übergabe der Anerkennungsurkunde wird die "Stiftung Kloster und Kaiserpfalz Memleben" Eigentümerin des Objektes und verantwortlich für die weitere Entwicklung der Anlage. Die Gemeinde hat hierzu die Liegenschaft eingebracht, das Land Sachsen-Anhalt wird der neuen Stiftung das Areal der früheren Domäne Wendelstein in einer Größenordnung von annähernd 600 Hektar zur Verfügung stellen.
Martin Krems
Sachsen-Anhalt |