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Zeittafel Sachsen-Anhalt |
| 513 |
Schlacht bei Burgscheidungen
Das Reich der Thüringer wird durch einen fränkisch - sächsischen Angriff zerstört. (1 |
| um 600 |
Thüringer Herzöge von den Franken eingesetzt (2 |
| 742 |
Bistum Erfurt gegründet
nach dem Tode des hl. Bonifatius (754) mit der Erzdiözese Mainz vereinigt (2 |
| um 780 |
Karl der Große sichert die Elbe-Linie für das Frankenreich (2 |
| 805 |
Magdeburg wird zu einem der Plätze für den Grenzhandel des Frankenreiches mit den Slawen bestimmt (2 |
809 bis 827 |
Hildegrim erster Bischof von Halberstadt (2 |
| 839 |
Erstmals sächsische Marken im Grenzgebiet bezeugt (2 |
849 bis 880 |
Zahlreiche Sorbeneinfälle und Rachefeldzüge des ostfränkischen Reiches (2 |
880 bis 912 |
Herzog Otto von Sachsen, auch Herzog der Thüringer nach 908 (2 |
| 919 |
Wahl des sächsischen Herzogs Heinrich I. zum König. (3 |
| 933 |
König Heinrich I. besiegt die Ungarn an der Unstrut (2 |
| 936 |
Otto, König Heinrich I. Sohn, wird nach dessen Tod König. (3 |
| 937 |
Otto I. gründet das Magdeburger Moritzkloster. (3 |
| 962 |
Otto I. wird vom Papst zum Kaiser gekrönt. (3 |
| 968 |
Kaiser Otto I. gründet das Erzbistum Magdeburg mit den Suffraganbistümern Magdeburg, Zeitz, Meißen, Havelberg und Brandenburg (2 |
| 983 |
Der große Slavenaufstand vernichtet die deutsche Herrschaft östlich der Elbe (2 |
1028 bis 1030 |
Bistum Zeitz nach Naumburg verlegt (2 |
| 1078 |
Kaiser Heinrich IV. besiegt die aufständischen Sachsen bei Mellrichstadt (2 |
| 1115 |
Kaiser Heinrich V. Verliert die Schlacht am Welfenholz gegen die sächsischen Herren (2 |
| 1134 |
Albrecht der Bär wird von Kaiser Lothar mit der sächsischen Nordmark belegt (2 |
| nach 1147 |
Albrecht errichtet über der zerstörten Burg Anhalt, die auf einem Bergsporn über dem Selketal im Harz lag, einen Neubau als Residenzburg (heute noch als Ruine vorhanden). (4 |
| 1180 |
Sturz Heinrich des Löwen
Entstehung der Territorialfürstentümer, Bernhard von Anhalt wird sächsischer Herzog (2 |
| 1188 |
Erzbischof Wichmanns Stadtrechtsprivileg für Magdeburg
es wird Grundlage des weitverbreiteten Magdeburger Stadtrechts (2 |
| 1212 |
Teilung des askanischen Gebietes Entstehung der Linien Anhalt und mit der Herzogswürde Sachsen, 1261/1296 geteilt in Wittenberg und Lauenburg (2 |
| 1218 |
Graf Heinrich I. von Anhalt und Aschersleben (1170 -1252), Enkel von Albrecht, nennt sich als erster "Fürst von Anhalt" nach der Burg über dem Selketal und auf ihn gehen die Grafen, Fürsten und Herzöge von Anhalt zurück. (5 |
| 1238 |
Erstmalige Erwähnung eines Bürgerlichen Rates in Magdeburg. (3 |
| 1252 |
Die drei Söhne Heinrichs I. teilen den väterlichen Besitz. Heinrich II. begründet die Ascherslebener Linie Bernhard I. begründet die (ältere) Bernburger Linie Siegfried I. begründet die Köthener (ältere Zerbster) Linie, die als Linie Dessau bis 1918 bestand (5 |
| 1257 |
Das Erzstift Magdeburg erwirbt die Grafschaft Seehausen (2 |
| 1290 |
Saalkreis des Erzstiftes Magdeburg erweitert um die Grafschaft Wettin (2 |
| 1315 |
Die Ascherslebener Linie wird nach ihrem erlöschen von der Bernburger Linie beerbt. Aschersleben selbst erwirbt Bischof Albrecht I. von Halberstadt. (5 |
| 1325 |
Erzbischof Burchard III. von aufständischen Bürgern Magdeburgs ermordet (2 |
| 1356 |
Goldene Bulle Kaiser Karls IV.
Die sächsische Kurwürde wird dem Herzogtum Sachsen-Wittenberg bestätigt (2 |
1373 bis 1378 |
Herrschaft Kaiser Karl IV. in der Mark Brandenburg
die altmärkische Stadt Tangermünde ist Residenzort (2 |
1401 bis 1407 |
Der Halberstädter Rat erkämpft die Autonomie der Bürgerschaft gegen dem bischöflichen Stadtherren (2 |
| 1415 |
Die Altmark kommt mit der Mark Brandenburg an die Hohenzollern (2 |
1419 bis 1436 |
Husittenkrieg Ganze Elb- und Muldedörfer wurden zerstört, als sich die Brüder Herzog Wilhelm und Kurfürst Friedrich von Sachsen bekriegten. Auch unsere Gegend wurde in dieser Zeit arg mitgenommen, und Städte und Dörfer zugrunde gerichtet. (6 |
| 1423 |
Die Wettiner als Markgrafen von Meißen werden mit dem Kurfürstentum Sachsen-Wittenberg belehnt (2 |
1445 bis 1465 |
Erzbischof Friedrich von Magdeburg unterstützt die Kirchen- und Klosterreform (2 |
| 1468 |
Die Gebiete der Bernburger Linie kommen nach deren Aussterben an die (ältere) Zerbster Linie (5 |
| 1477 |
Beseitigung der städtischen Autonomie in Quedlinburg
desgleichen in der Altmark 1480 und Halberstadt 1486 (2 |
| 1484 |
Nach Bürgerkämpfen und Unruhen in Halle
Bau der erzbischöflichen Moritzburg (2 |
| 1502 |
Universität Wittenberg gegründet
humanistisches Zentrum
Wirken Luthers ab 1512 (Thesenanschlag 1517) (2 |
| 1503 |
Halle wird Haupt- und Residenzstadt des Erzbistums Magdeburg. (3 |
1508 bis 1562 |
Fürst Wolfgang zu Köthen herrscht über den größten Teil Anhalts kämpfte im Schmalkaldischen Krieg (1546/47) gegen den Kaiser verlor, vogelfrei, vorübergehend seine Lande, versteckt sich bei Bauern im Harz und tauchte später in Chörau als Müllerbursche unter. (5 |
| 1513 |
Albrecht von Bernburg wird zum Erzbischof von Magdeburg und Bischof von Halberstadt gewählt Renaissancehofhaltung in Halle (2 |
| 31.10.1517 |
Martin Luther bringt seine Thesen in Umlauf, Wittenberg wird zur Wiege der Reformation. (3 |
| 1524 |
Die Stadt Magdeburg bekennt sich zur lutherischen Reformation (2 |
| 1525 |
Bauernkrieg auch im Anhaltischen und im Vorharzgebiet Fürsten und Adel retten die meisten Klöster (2 |
| 1527 |
Durchführung der Reformation im Anhaltischen zunächst in Anhalt-Köthen (1531 in Anhalt-Dessau) (2 |
| 1541 |
Kardinal Albrecht verläßt Halle und gestattet gegen Übername seiner Schulden die Religionsfreiheit im Magdeburgischen und Halberstädtischen (2 |
| 1547 |
Schlacht bei Mühlberg
Karl V. siegt über die lutherischen Reichsstände
Kurfürst von Sachsen wird Moritz aus der albertinischen Linie der Wettiner in Dresden (2 |
1550 bis 1551 |
Belagerung Magdeburgs auf Befehl Karl V. wegen Widerstandes gegen das kaiserliche Interim in Religionssachen (2 |
| 1552 |
Fürst Wolfgang von Köthen erhält sein Land zurück (5 |
| 1570 |
Vereinigung des gesamten anhaltischen Besitzes durch Joachim Ernst, Sohn von Johannes II. Die ständige Teilung des Landes fand vorerst ein Ende. (5 |
| 1577 |
Beratungen der Lutheraner zu Kloster Berge bei Magdeburg über die Concordien-Formel (Druck 1580) (2 |
| 1589 |
Kirchenvisitation im Halberstädtischen einige katholische Kloster bleiben bestehen (2 |
| 1603 |
Durch erneute Landesteilung der Söhne von Joachim Ernst, entstehen die jüngere Linien Anhalt-Dessau, ( Johann Georg), Anhalt-Bernburg ( Christian I.), Anhalt-Köthen ( Ludwig zu Köthen), Anhalt-Zerbst ( Rudolf zu Zerbst) und Anhalt-Plötzkau ( August zu Plötzkau) (5 |
| 1605 |
Die Anhaltischen Fürsten treten zum reformierten (calvinistischen) Bekenntnis über (2 |
1618 bis 1648 |
Der Dreißigjährige Krieg |
| 1625 |
Der niederländische Kreis gibt seine Neutralität auf und wird 1626 von kaiserlichen Truppen überrannt (2 |
| 1631 |
Magdeburg von den Kaiserlichen erobert die Brandkatastrophe vernichtet den Wohlstand der Stadt (2 |
| 1665 |
Nach erlöschen der Köthener Linie fällt der Besitz an Plötzkau. Plötzkau fällt an Bernburg zurück (5 |
1756 bis 1763 |
7jähriger Krieg 1756-1763 |
| 1793 |
Nach erlöschen der Zerbster Linie, wird das Land unter Dessau, Bernburg und Köthen geteilt. Nach dem Hausvertrag von 1665 muß nach dem Erlöschen einer Linie die Lande geteilt werden. (5 |
| 1807 |
Herzogtum Bernburg und Fürstentümer Dessau und Köthen treten als Herzogtümer dem Rheinbund bei. Leopold III. war nun Herzog von Anhalt-Dessau, ebenso, wie die Fürsten von Bernburg und Köthen zu Herzögen aufsteigen. (5 |
1813 bis 1816 |
Befreiungskriege (6 |
| 1815 |
Nach dem Krieg von 1813 fällt durch Beschluss des Wiener Kongresses die nördliche Hälfte von Sachsen an Preußen. |
| 1815 |
Die Herzöge Anhalt-Dessau, Anhalt-Bernburg und Anhalt Köthen treten dem Deutschen Bund als souveräne Gebiete bei. (5 |
| 9.8.1817 |
Leopold III. stirbt in Dessau Herzog Leopold IV. (Friedrich 1794 - 1871) übernimmt die Regierung. (5 |
1826 bis 1828 |
Unter immer stärker werdenden preußischem Einfluß mußten sie dem Deutschen Zollverein beitreten. (5 |
| 03.1848 |
Ausbruch der Bürgerlichen Revolution in Deutschland. (3 |
| 1.5.1853 |
Herzogtümer Dessau und Köthen werden vereinigt. (5 |
| 1863 |
Nach dem Erlöschen der Anhalt-Bernburger Linie waren alle Landesteile im Herzogtum Anhalt-Dessau vereinigt. Es nannte sich fortan "Herzogtum Anhalt". Dessau war die Hauptstadt, Ballenstedt die Sommerresidenz. (7 |
| 1871 |
Reichsgründung. Bismark wird Reichskanzler. Der preußische König Wilhelm ruft das deutsche Reich aus. (3 |
1914 bis 1918 |
1. Weltkrieg |
| 1918 |
Der Herzog dankt ab, Anhalt wurde zum "Freistaat Anhalt". Landeshauptstadt blieb Dessau. (7 |
| 1922 |
Das Anhaltische Staatsministerium. Im Landtag Dessau waren 36 Abgeordnete vertreten, gewählt vom Volk für jeweils 4 Jahre. |
| 1945 |
Die sowjetische Besatzung vereinigte den Freistaat Anhalt mit der preußischen Provinz Sachsen zu einer Verwaltungseinheit. Daraus ging 1947 das Land "Sachsen-Anhalt" hervor |
| 18.2.1947 |
Der letzte regierende Landesherr aus dem Hause Askanien, Joachim Ernst Herzog von Anhalt, starb am 18. Februar 1947 in einem sowjetisch geführten NKWD-Sonderlager, nachdem er bereits unter den Nazis im KZ Dachau von 1939-45 inhaftiert war. (5 |
| 1952 |
Sachsen-Anhalt wird aufgelöst, das Gebiet wurde in die Bezirke Magdeburg (mit der Region Zerbst) und Halle (mit einem Großteil Anhalts) geteilt.
Am 25. Juli 1952 fand die letzte Sitzung des Landtages von Sachsen-Anhalt statt. |
| 1990 |
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands faßte man diese Bezirke in dem neuen Bundesland Sachsen-Anhalt wieder zusammen. |
Quelle:| (1 | Geschichte Mitteldeutschlands
Verlag Janos Stekovice
Kapitel Krieg und Frieden von Bernhard R. Kroener |
| (2 | SACHSEN ANHALT, Verlag Weidlich |
| (3 | Sachsen Anhalt - Land und Leute
Seidel Christine: 1994 |
| (4 | Winfried Korf: Die Burg Anhalt im Unterharz. In: Mitteilung des Vereins für Alhaltische Landeskunde, Köthen 1992 |
| (5 | SACHSEN ANHALT, Verlag Weidlich
Kapitel Martin Mantzke "Das Fürstenhaus" |
| (6 | Gustav Krug: Chronik von Sandersdorf |
| (7 | Gerlinde Schlenker, Gerd Lehmann, Manfred Wille: Geschichte in Daten Anhalt. 1994 |
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